Die Design Brücken Bauer!

 

 

Bei Anca gehen die Lichter auf – in echt, ihre Lampen, hat sie designet. :)

 

Also Bukarest ist in Graz zu Gast. Da meine ich jetzt nicht die Straßenmusikanten, die wir sehr gerne bei uns haben, ganz in echt, sondern Designer aus Rumänien. Zwischen 23. Mai und 2. Juni 2013 zeigt die Ausstellung „Länder-Brücke – Design-Brücke“ in der Galerie „Kunstbarkeiten“ mehr als 50 spektakuläre Objekte, gestaltet von 15 der aktivsten und prominentesten rumänischen Produktdesignerinnen und -designern. Und dazu auch österreichisches Design, denn die Chefin des Ladens, Dana, kommt aus Rumänien hat sie aber hier sehr stark verwurzelt, heraus kommen am Grazer Mariahilferplatz Kunstbarkeiten – Kostbarkeiten sage ich jetzt einmal. Chefin bei der Vernissage sehr happy: „Probieren Sie, genießen Sie, zahlen Sie und nehmen Sie mit!“

 

Jana, Mario und Dana. Mario testet seinen eigenen Stuhl. Der König sitzt gut, wie man sieht.

 

Gleich jetzt geht Dana ein echter Hecht ins Netz, präsentiert sie doch im Designmonat Graz das bucharest design center DDC und bringt gleich Anca mit, selber Seignerin und Leiterin des Design Centers, mit der wir eine Runde quasselten. Also, liebe Anca, was geht mit Design in Bukarest? „Design in Bukarest ist etwas sehr persönliches, für uns ist es Kunst.“ Sehr schön! Gleich noch eine Brücke, denke ich mir, in Österreich hätten wir da gleich wieder schweeere Diskussionen ;)  „Designstücke in Rumänien sind Kunstwerke, sie erzählen eine Geschichte und sind sehr kraftvoll.“ Eben, südöstliches Temperament denke ich mir. Yes!

 

 

Fünfmäderlhaus und alles Designerinnen! Anna, Nicole, Anca, Stefanie & Stefanie!

 

Wie schaut es denn mit den Möglichkeiten für Designer im Lande, fragen wir jetzt mal ein bisserl vorsichtig. Dazu Anca: „Design braucht bei uns wie überall auf der Welt einen Markt. Der Markt ist bei uns noch nicht abgesichert, aber in den letzten Jahren hat er sich zum Positiven entwickelt, und es wird immer besser! Immer mehr Landsleute merken nämlich, dass gutes Design auch aus Rumänien kommen kann und jetzt werden wir Europa für uns begeistern.“ Klingt sehr sympathisch und man kann es Anca auch glauben, weil: „Design hat keinen Stempel einer Nation drauf, es ist in der internationalen Sprache der Produkte beheimatet.“ Ja eh!

 

Da erklären sich zwei was! Nur zu! :)

 

 Kunstbarkeiten

 

bucharest design center

 

Text und Fotos: Wa.

 

 

 

 

 

 

assembly: 10 Jahre jung!

 

Am Anfang stand die Ausbildung zur Textildesignerin am Ortweinplatz. Dann kam die Wien-Phase als Modedesignerin, das Pilgern von Modemesse zu Modemesse und schlussendlich landete sie wieder in Graz. „Irgendwann bin ich wieder mit dem Zug angekommen und dageblieben“, so Karin Wintscher-Zinganel, die Mutter der Grazer Modeszene, obgleich sie die Bezeichnung nicht wirklich gerne hat. „Man fühlt sich dann gleich so schrecklich alt.“

 

Hier Karin mit Marimekko – eine Näherin wird vor Ort sein und die Wünsche der Käufer erfüllen.

 

In Graz wuchs der Gedanke Modedesigner zu vernetzen immer stärker an: „2003 versuchten wir, Bettina Reichel, Heike Beren, Alexandra Pötz und Volker Pflüger ein Format zu entwickeln, um Designer einmal im Jahr nach Graz zu bringen, um eben lokale und internationale Designer zu vernetzen und unserem Publikum etwas Außergewöhnliches zu bieten.“ assembly war geboren und feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen. Bescheidene Frage: Warum tut man sich das noch an? „Komischer Weise macht es noch immer Spaß.“

 

Karin mit Roswitha vom Volkskundemuseum: „Jeder neue Ort für assembly ist eine neue Herausforderung!“

 

Dieses Jahr stehen die Trachten im Fokus von assemby. Trachten und neues Modedesign, ein Wiederspruch? „Am Anfang war der Gedanke da, aber je mehr ich nachgedacht habe, desto mehr Substanz bekam das Thema.“ Der Reiz liegt in der Herausforderung ein damaliges Stück, gut hundert Jahre alt, herzunehmen und es zu verändern. „Zum einen haben wir durch die Veränderung die Uniformität gesprengt, zum anderen ist der große Respekt vor dem Referenzobjekt geblieben. Man spürt noch das Leben in der damaligen Tracht.“ Fazit, falls man das in der kurzen Zeit schon sagen kann: „Das Wichtigste ist, dass man eine Tracht weiterentwickelt, so bleibt sie am Leben.“

 

„Ich wollte eigentlich Architektin werden, im Schnittzeichnen habe ich zumindest noch die Zweidimensionalität.“

 

Dementsprechend findet ein Teil vom heurigen assembly unter dem Titel “Trachten wir nach Neuem” in Zusammenarbeit mit dem Volkskundemuseum ebendort statt. Die Designer Lena Hoschek, mija t. rosa, Steinwidder, Daniel Juhart für Lisa D., Odrowaz, ni-ly, kay doubleU, sowie Vanessa Schreiner und Corinna Weichbold von der Modeschule Graz folgten dem Aufruf sich an die altehrwürdigen Trachten heranzuwagen – die ansprechenden Resultate sind heute Abend zu sehen. Letzte Frage: Wie war die Zusammenarbeit mit Lena? „Super! Sie hat sofort zugesagt, und sich das spektakulärste Referenzobjekt ausgesucht!“ Wir dürfen also gespannt sein.

 

assembly 2013

 

Fotos & Text: Wa.

 

 

Van Bo Le-Mentzel: „Wie ich zum Sesselbauer wurde und wie ich mir die ganze Sache so denke.“

 

Hi, Leser! Hier kommt noch das versprochene O-Ton-Gespräch vom Schöpfer der „Hartz IV Möbel“, Van Bo Le-Mentzel.

 

 

Der Architekt als Autor. Pläne und Anleitungen für Möbel zum Selbermachen.

 

 

 Ich bin ausgebildeter Architekt, und arbeite in diesem Beruf auch – aber einen eigenen Stuhl zu bauen ist etwas ganz eigenes, darauf fliegen die Architekten. Da ich zwei linke Hände habe, besuchte ich einen dreiteiligen Kurs auf der Volkshochschule in Berlin: „Tischlern für Anfänger.“ So schraubte ich meinen ersten 24 Euro Stuhl in 24 Stunden zusammen – fertig war der Stuhl a la Bauhaus. Ich wollte meiner Freundin imponieren, was mir auch gelang. Sie imponierte mir, als sie nach meinem Tischler-Kurs „Nähen für Anfänger“-Kurs buchte. Sie machte zum Stuhl Kissen und fertig war unsere erste „Hartz VI Kollektion“.

 

 

: „Ich will Menschen zusammenbringen und ihnen neue Kraft schenken!“

 

 

Ich verwende das Wort „Hartz IV“ ganz ohne Zynismus. „Hartz IV“ ist für mich eines der schlimmsten Wörter in Deutschland überhaupt. Gerade deshalb habe ich es verwendet. Es muss auch möglich sein, dass Menschen ohne großen Wohlstand sich geschmackvolle Möbel leisten können. Das geht aber nur, wenn man von der Planung bis zum Endprodukt alles selber macht.

 

 

Bild: Fertig ist die Mensch-Stuhl-Kettenreihe: Le-Mentzel als Regisseur für die gute Sache.

 

 

 

Meine Baupläne bringen Leute zusammen! Es entstehen plötzliche Freundschaften. Die Menschen fangen an, ihre Ohnmacht zu überwinden. Man gewinnt seinen Stolz zurück, wenn man den Sessel selber zusammenschraubt. Und Stolz kann man nicht kaufen oder bezahlen. Stolz macht einen Menschen wieder zum Menschen, das ist eine Wertschöpfung. Ich verdiene bei dem Projekt absolut nichts, es gibt mir aber sehr viel Kraft!

 

Fotos & Text: Wa.

 

Jan Kath: „Ich wurde auf einem Teppichstapel geboren.“

 

 

„Wir sind die Speerspitze der Entwicklung der Tradition.“

 
 
 

Jan Kath konnte wahrscheinlich gar nicht anders: Sein Großvater und sein Vater waren im seriösen Orientteppichhandel tätig. Als Kind konnte er bereits mit verbunden Augen die Herkunft der Teppiche ertasten. „Ich bin dann weit davon weggelaufen um, bin viel gereist, nach Nepal, Indien und bin dann doch wieder zu meinem Ausgangspunkt zurückgekommen.“ Wir waren dabei, als der Bochumer im Designmonat Graz in Gebhart Blazeks Teppich-Galerie in der Leonhardstraße die Ausstellung eröffnete.

 

 

„Eine handgesponnene Wolle würde eine Maschine nie verwerten können.“

 

 

 

 

Lost Weave: Seine neue Kollektion „Lost Weave“ ist ein Statement auf die boucheroite-Teppiche (Fetzenteppiche) aus Marokko. „Wir verwenden ebenfalls alte Materialien, zum Beispiel Seide von nicht mehr gebrauchten indischen Hochzeitskleidern. Dazu arbeiten wir vor Ort mit Knüpferinnen, die das Handwerk noch gelernt haben, in traditionellen Teppichknüpfereien mit alten Technologien.“ Also, alles handgemacht. „Ein maschinelles Ergebnis bleibt immer auf der Oberfläche!“

 

 

 

„Wir müssen immer wieder eine neue Handschrift erfinden – die Industrie ist uns oft auf den Fersen.“

 

 

 
Aus der Zentrale in Bochum kommt einzig das Bild, wie der Teppich ausschauen soll. Hier lässt sich der Teppichdesigner von Originalen inspirieren und macht sozusagen einen Remix, eine persönliche, neue Interpretation. „Wir können hier in Bochum mit InDesign und Photoshop unsere Inspirationen perfekt umsetzen, das wird dann auf ein virtuelles Millimeterpapier übersetz, online nach Nepal geschickt und von einem lokalen Management betreut.“ Die Knüpferinnen bekommen also die Vorlagen wie vor 100 Jahr, nur heute auf Computerausdruck. – Überzeugen kann man sich davon in Graz in der Berber Arts Teppich Galerie in der Leonhardstraße des Teppich-Experten Gebhart Blazek, ein Wegbegleiter und Inspirationsquelle von Jan Kath.

 

 

Berber Arts Graz

 

Jan Kath

 

Fotos: wa. Die Fragen stellte u.a. Heidrun Primas, die bei der Vernissage durch die Ausstellung von Jan Kath führte.

 

 

 

 

 

Stromschnellen sind auch nur Wellen und unter Strom standen …

 

… zum Beispiel Christian, den ganzen Abend erquickend unterhaltsam, hier mit Ölfachfrau Barbara …

 
 
 

… oder Frank! Mit dem Herrn unterhältst du dich über ein Thema jetzt mal lieber nicht: Fußball. Aber zum Trost, Frank: "Ihr" lebt noch!

 
 
 

… und Thomas! Jetzt zieht er dem Designblogger zu Ehren ein T-Shirt an (Tatsache!) und dann das! Thomas, die Aufschrift fürs nächste Leiberl hätt ich auch schon: SUCK MY BLOG! Ich bitte darum :-)

 
 

… und des Fotografens Rache ist der nächste Tag, wenn das Foto veröffentlicht wird ;-)

 
 
 
Fotos & Tex: Wa.
 
 
 

24 Hour Party People …

 

… so hat mal ein Hit der Happy Mondays geheißen, kennst die heute noch irgendwer? Egal, beim Green Panther Warm Up am Dach der Energie Steiermark in der Leonhardstraße war nach den Präsentationen Party angesagt …

 

… Markus strahlt von einem Ohr zum anderen. Klar doch! Die Technik war gut und für die war Markus verantwortlich …
 
 
 

... die Fotografen Helge und Robert beim Zigeretterl in Ehren ...

 

 

 

… die lockeren Jungs hab ich mit dem Schnappschuss überrascht, könnten durchaus in einer LA Band spielen, machen sie aber nicht: Sandor, Clemens und Florian nehmen beim Young Creatives Panther teil, dem Video-Nachwuchswettbewerb. Glück auf!

 
 
 

The only girl in the gang! Anneliese umringt von Harri, Thomas und Simon! Simon, noch einige Tage in Graz, studierte ja auf der hiesigen FH Design. Seinen Master will er in Bern machen. Grüezi Schwyz!

 
 
Fotos & Text Wa.
 
 
 

What’s new, Pop-up-Stores?

 

Wir schrauben ein Rad!
 

 

What’s new, Pop-up-Stores?

 

In den Pop-up-Stores vor der designHalle ist tatsächlich immer was los! Ganz wichtig: Am Sonntag dem 19.05. findet um 16:00 eine Modeschau aller beteiligen Labels statt. Hingehen! Auch wichtig: Die Stores sind von 14:00 bis 19:00 geöffnet.

 

Jetzt schauten wir bei Burn Hard von den Muchar Upcycles vorbei, mal fragen, wie’s so geht, in der begrenzen Container-Wirklichkeit: „Fantastisch! Jetzt stehen auch weniger Fahrräder in meinem Schlafzimmer herum, man kann sogar gehen, ohne zu stolpern!“ Klingt einmal gut, die Versicherung wird sich freuen und was macht man sonst so, außer verkaufen? „Wir richten jetzt das ultimative Siegerrad für das nächste Altbaukriterium her!“ ( = ein Radrennen in öffentlichen Gebäuden und an ungewöhnlichen Orten. Das nächste findet am 25.05. statt, „Monte Grazo 3.0“, siehe Link!) In London fuhr man übrigens auch schon Rennen, in einem aufgelassenen Altersheim, unter den ersten 7 waren 5 Österreicher. Dezente Frage: Und Doping? „In England Cider, bei uns Bier!“ Also, alles im legalen Bereich.

 

Altbauradkriterium   

 

Karin, Petra, Anna, Ursula und Sigrid sind sich einig: „Der Zweck ist gut und stricken bringt die Menschen zusammen!“

 
 
 

Und Stricken! Noch wird öffentlich gestrickt! Mehr ist Mehr – netzwerkstricken findet bis zum Ende des Designmonat Graz statt. Wie schaut’s aus? „Ein schönes sinnvolles und sinnliches Zusammentreffen im Container.“ Die Wolle kommt übrigens aus Spenden von Dörte Kaufmann und Muu Design und privaten Gönnern. „Wir machen täglich große Fortschritte. Ein Zuwachs an Fläche sozusagen.“ Am Ende des Sommers werden die Strickereien zu Mänteln und Decken verarbeitet. Die Decken sollen im Winter an Bedürftige verschenkt werden. Die Strickerin Karin bekommt gerade den vollen Flashback: „Zu Dallas im Fernsehen haben wir damals alle gestrickt! Das mache ich jetzt wieder – zu Weihnachten gibt’s Socken als Geschenke!“ Und eines noch: Auch Männer sind herzlichst willkommen. Also, her mit den Nadeln!

 

Link: POP UP STORES

 

Ursula mit reicher Ausbeute!

 

Text und Fotos Wa.

 

 

Aufwärmen bei der Energie Steiermark!

 

Kreatives Vollwaschmittel, alles duftet!

 
 

Stell dir vor, da fährt eine Bombe ein, dann hätten wir von heute auf morgen keine Werbung mehr in der Steiermark. Waaaaahhhhhnsinnnnn! Darf ja net sein! Waaaaahhhhhnsinnnnn! Net amal denken! Die  Nominierungsparty zum “Green Panther” am Dach der Energie Steiermark war ja erst das Vorspiel. Zum ganz Großen kommt’s am 6. Juni im Grazer Schauspielhaus. Deshalb hat man auch gleich das TiB engagiert, dass nix anbrennt. Apropos anbrennen: Der Balkon war mit den kreativen Tschickeranten (Rauchern) ziemlich voll, mehr Balkongäste hätte wahrscheinlich nur ein Schwermetallkonzert.

 

Thomas von der Energie Steiermark am Bestaunen. Hurra! Freude!

 

 

TiB beim Nachglühen. Verdient!

 

Text Und Fotos: Wa.

 

 

Paul: Rugby und Design ist kein Widerspruch!

 

Paul Edwards kommt aus Wales, war schon bei Phillips Deigner, ist heute bei Airbus in Hamburg als Chefdesigner im Sold, und war Stargast beim „European Design Business Dialogue 2013“, voriges WE in Graz. Was hat das mit uns zu tun? Also, so ziemlich jeder von uns hat mit Paul zumindest indirekt eine persönliche Erfahrung gemacht, denn er ist auch für die Sitzkonstruktionen im Airbus zuständig.

 

Paul, ist doch ein steiler Job, bei Airbus, oder? Klar. Ich manage mein Designer-Team, das sind 45 Mitarbeiter in Hamburg und Toulouse. Wir kooperieren sehr eng mit unseren Kollegen aus der Technik, um das Innenleben von Flugzeugen zu optimieren. Einerseits basteln wir an zukünftigen Flugkabinen, andererseits adaptieren wir die aktuellen Flugkabinen nach den Wünschen der Auftraggeber.

 

Warum hast du Design studiert? Ich war immer aus der Mischung Kreativität, Technik und der Vielzahl aus einsetzbaren Materialen interessiert. So konnte ich das ganze Studium sehr viel in verschiedene Richtungen experimentieren.

 

Sind Designer für die Welt wichtig? Ich glaube schon. Das beginnt beim kreativen Andenken von Problemen sowie die Planung und Durchführung von gut ausbalancierten und auch finanzierbaren Lösungen. Es ist eine Tatsache, dass MBA-Kurse Design Thinking Sessions in ihrem Anforderungsprofil haben – das zeigt, dass die Wirtschaft Design fix integriert hat.

 

 

In deinem Vortrag in Graz brachtest du ein interessantes Statement: „Wir haben es schon seit jeher genauso gemacht“. Was stimmt daran nicht? Design kann zum Wechsel der Vorgangsweisen anregen. Design kann eben nicht nur tolle Dinge kreieren, Design kann auch Prozesse, Methoden und die dazugehörigen Tools ändern. Bei ernsten Problemen wie das Weltklima, wird man das alles benötigen.

 

Wann ist Design erfolgreich? Wenn es gleichermaßen den Produzenten, als auch den Käufer und den Endverbraucher zufriedenstellt.  

 

Gute Designer sind teuer? Ja, die wachsen ja nicht auf Bäumen herum.

 

Letzte Frage: Sie lieben Rugby und Design. Ein Wiederspruch? Das ist eine gute Frage. Also, wenn man so wie ich in Wales aufwächst und auch dort eine walisische Schule geht, dann hat man nicht viel andere Möglichkeiten als Rugby toll zu finden! Und Design? Im Bereich Design zu arbeiten beinhaltet auch Teamwork, Willenskraft, Geschick, Haltung und Willenskraft – gar nicht so anders wie Rugby, oder?

 

Paul, wir danken für dieses Gespräch!

 

 

Paul was here!

 

 

 

FH-Vorträge, zuhören!

 

Ein volles Auditorium …

 

„Eventisierung, Spektakelgesellschaft und Design“ – unter diesem Motto versammeln sich hochkarätige Vortragende zu den Lecture Days der FH Joanneum im diesjährigen Designmonat Graz. Ulrich Fuchs, der Mann, der Linz und Marseille zu europäischen Kulturhauptstädten gemacht hat, machte gestern den Kick Off. Hier ein kleiner Einblick in den dichtbesuchten Seminarraum der FH an der Alten Poststraße.

 

… die Kreuzzüge aus der arabischen Sicht …

 

Ulrich führte ja jetzt schon Linz durch das Kulturhauptstadtjahr und bekam von Marseille den gleichen Auftrag, dies dort zu tun. Auch in Marseille versuchte Fuchs Antworten auf die jetzige Situation der Mittelmeermetropole zu geben: Marseille ist zum Meer hin offen, den Blick auf das französische Festland wird durch ein Gebirge verstellt. „Wir haben unseren Blick also auf Afrika gerichtet“, so Ulrich. Dementsprechend stark werden hier die Grenzen

 

… „Kulturhauptstadt zu sein, bedeutet ein Anbot“ …

 

Wäre ja alles machbar, wenn das Kulturhauptstadtjahr nicht auch noch die ganze Provence miteinzubeziehen hätte. „Jetzt sind zum Beispiel Aix-en-Provence und Marseille spinnefeind.“  Die unter einen Hut zu bringen ist also mehr als schwierig, sowohl politisch, als auch vom Menschenschlag her. Aber bis jetzt funktioniert es. „Man kann hier von einem Wunder reden, dass sich auch in dieser Beziehung der Erfolg einstellt. Aber es geht zusammen. Man handelt nun etwas politisch ab, was kulturell begonnen hat“, gibt sich Ulrich zufrieden.

 

… Ulrich im Gespräch mit einer Studentin. Karl freut sich.

 

Neben interessanten Museumsbauten sei noch zu erwähnen, dass die Wirtschaft von Anfang an, ohne zu zögern, hinter dem Projekt gestanden sei, mehr als die Politik: „Die Wirtschaft hat von Anfang an begriffen, dass Marseille einen Wandel braucht. Weg vom Drogen- und Immigranten-Image, hin zur Kultur.“ Von den rund 92 Millionen Euro Projektbudget kamen immerhin 15 Millionen aus der Wirtschaft. „Jetzt ist es aber auch nicht immer einfach, der Wirtschaft zu erklären, dass zum Beispiel ein Projekt mit Surfern und Skatern hier mehr mit der Kultur der Stadt zu tun hat, als die Oper.“ Eine Gegenbewegung von regionalen Künstlern gebe es übrigens auch, wie in jedem Kulturhauptstadtjahr eben …

 

FH LECTURE DAYS

 

Fotos & Text: Wa.